Indikation:
Androgenetisch bedingter Haarausfall bei Frau und Mann.
Nach Unfällen und Erkrankungen verbleibende kahle Stellen.
Narbengebiete auf ehemals behaarten Stellen.
Operation:
Mit Hilfe der Mikrochirurgie gelingt eine ästhetische Umverteilung gesunder Haarwurzeln. Bei der modernen Eigenhaartransplantation
werden am behaarten Hinterkopf völlig schmerzfrei Haarwurzeln entnommen und in kahle Stellen umverteilt. Dabei kommen je nach
Haarsituation zwei Methoden zum Einsatz:
1. Die Entnahme eines schmalen Hautstreifens
- zurück bleibt eine feine, strichförmige Narbe, die durch darüber fallendes Haar sofort verdeckt und nicht mehr wahrgenommen wird.
2. Die punktförmige Entnahme einzelner Haarfollikel und Haarfollikelgruppen aus dem behaarten Hinterkopf
- zurück bleiben viele, kaum sichtbare, punktförmige Narben, die später nicht mehr wahrgenommen werden.
Die Haarwurzeln werden nun unter dem Mikroskop sorgfältig in kleinste Einheiten (follicular units) selektiert und präpariert.
Die Transplantate werden dann in, zuvor im kahlen Gebiet geschaffene, Implantationskanäle eingebracht. Nach nur 2-4 Stunden ist
die Eigenhaartransplantation beendet. Nach Abschluss der oberflächlichen Wundheilungsphase produzieren die implantierten
Haarwurzeln bereits nach drei Monaten neue gesunde, kräftige Haare, die bis zum Lebensende erhalten bleiben.
Betäubung :
Die Operation erfolgt in den meisten Fällen unter örtlicher Betäubung. Bei sehr ängstlichen Patienten oder auf Wunsch kann der
Eingriff auch in einem Dämmerschlaf oder einer Vollnarkose durchgeführt werden.
Nachbehandlung :
Nach der Behandlung kann direkt die Heimreise angetreten werden. Kleine Krusten im Behandlungsgebiet lösen sich nach 7-12 Tagen
und bereits nach 3 Tagen kann das Haar mit einem milden Shampoo gewaschen werden. Am ersten Tag nach der Operation sind schon
leichte Arbeiten möglich.